Firmengeschichte

Gegründet wurde die Firma 1907 von Herrn Heinrich Müller.

Heinrich Müller arbeitete im 2-Mann-Betrieb bei seinem Schwiegervater an Hand-Drehbänken. Als er einen Verkäufer von damals neuen kurvengesteuerten Drehmaschinen traf, bestellte er für seinen Schwiegervater einen kurvengesteuerten Drehautomaten „Fabrikat Wuttig“ für 1300 Reichsmark. Heinrich Müller hat nicht gewagt, dies seinem Schwiegervater zu sagen. Als der Automat geliefert wurde, hat ihn der Schwiegervater zusammen mit der Wuttig Drehmaschine aus der Firma geworfen. Dies war der Anlass zur Gründung seiner eigenen Firma.

Der erste Auftrag des Wuttig-Kurvenautomaten waren 1 Million Messingknöpfe, die zum Ein- und Ausschalten an Varta Batterietaschenlampen montiert wurden.

Die Firma überstand schwere Zeiten: Erster Weltkrieg, Inflation, Zweiter Weltkrieg, Währungsreform...


Aus der ersten Mitarbeiterversammlung nach dem zweiten Weltkrieg gibt es eine interessante Aussage von Heinrich Müller. Damals liefen die Automaten mit ledernen Transmissionsriemen als Antrieb (statt Elektromotoren). Heinrich Müller zog in der Versammlung einen Schuh aus und zeigte die Sohle allen Mitarbeitern und sagte: „Sie sehen, dass ich genauso Löcher in den Schuhsohlen habe wie Sie, und ich schneide mir keine Lederstücke aus den Transmissionsriemen. Und das verlange ich auch von jedem von Ihnen. Wer die Transmissionsriemen zerschneidet, zerstört unsere Arbeitsgrundlage. Wer das tut, fliegt raus!“

Die Lohn- und Finanzbuchhaltung machte seine Frau Margarete Müller. Sie hatte eine positive Einstellung zu den Steuern. Nach guten Geschäftsjahren sagte Sie: „Uns ist es im letzten Jahr sehr gut gegangen, wir haben viel Steuern bezahlt!“

Die Firma war seine Firma und hieß auch wie er. Erst am 31.März 1948 errichtete er eine offene Handelsgesellschaft. An der Firma Heinrich Müller OHG waren dann auch seine Ehefrau und seine Kinder Richard, Georg und Luise beteiligt.

Heinrich Müller starb im Oktober 1949.

Von 1948 bis 1967 waren die Söhne von Heinrich Müller, Richard und Georg, die Geschäftsführer in der OHG.

1967 kamen die Söhne von Richard Müller (Lothar und Rainer) in die OHG. In den siebziger Jahren wurde die OHG umgebaut (Betriebsaufspaltung). Es entstand eine Produktions GmbH an der nur mehr Lothar und Rainer beteiligt waren und eine GdbR die das Aktiv-Vermögen der OHG hielt.

Im Jahre 1974 wurde eine Betriebsstätte in Cham in der Frühlingstraße gegründet.

1989 trennten sich Lothar und Rainer Müller geschäftlich. Lothar übernahm die Betriebsstätten Wendelstein 2 und Altdorf. Rainer übernahm die Firma in Cham.

Von Januar 1990 bis März 2004 war Herr Manfred Domani kaufmännischer Geschäftsführer.

Ab 1995 war die Firma erfolgreich und hat bis 2007 den Eigenkapital-Anteil auf über 60% gesteigert. Klare Ziele, klare Strukturen und menschengerechtes Führen machten die Firma erfolgreich.

Von März 2004  bis März 2017 war Herr Erwin Bucher Geschäftsführer.

Im März 2017 wurde die Geschäftsführung an Günter Schneider übertragen.

Im Verwaltungsrat sind Herr Rainer Müller und Herr Manfred Domani bestellt.